Sürther-Senioren.info
Website made using only Xara Web Designer, and no other graphics or software tools.
SENIOREN PAßT ALL OP Vorsorgevollmacht
E
Vorsorge im Notfall Jeder kommt irgendwann in eine Situation, in der man sich auf andere verlassen muss. Zwei Dokumente stellen sicher, dass dann nach ihrem Willen gehandelt wird: die Vorsorgevollmacht und die Betreuungsverfügung. Vorsorgevollmacht Sie ermächtigt vom Patienten ausgewählte Personen, diesen in bestimmen Fällen zu vertreten. Die Vollmacht umfasst alle medizinischen Entscheidungen sowie die Einwilligung in ärztliche Maßnahmen. Allerdings ist die durch die Vorsorgevollmacht bestimmte Person kein gesetzlicher Betreuer. Wichtig: Auch ein Ehepartner hat nicht automatisch die Befugnis, die Belange des anderen zu regeln oder über den gemeinsamen Besitz zu verfügen. Dazu benötigt er oder sie eine Vorsorgevollmacht. Betreuungsverfügung Sie tritt in Kraft, sollte eine Betreuung des Patienten nötig werden. Der Patient hat die Möglichkeit, von ihm ausgewählte Personen als seine Betreuer zu nennen. Des Weiteren können auch Personen aufgeführt werden, die nicht als Betreuer bestellt werden sollen. Liegt diese Verfügung nicht vor, wird im Falle des Falles ein gesetzlicher Betreuer bestellt. Diese beiden Dokumente können die Patientenverfügung ergänzen, müssen es aber nicht. Wird oft vergessen: die Bankvollmacht Natürlich liegt der Schwerpunkt beim Thema Vollmacht auf dem medizi-nischen Aspekt. Was aber oft nicht bedacht wird, ist das Finanzielle. Mit einer Bankvollmacht erteilen Sie als Vollmachtgeber einer dritten Person die Berechtigung. Bankgeschäfte von Ihnen zu übernehmen. Das kann auch über den eigenen Tod hinaus möglich sein. Beim Verfassen ist darauf zu achten, ab wann diese Vollmacht gültig ist und ob und welche Beschränkungen enthalten sind, z. B. nur für bestimmte Konten. Der Gesetzgeber hat Vorschriften erlassen, um den Missbrauch dieser Vollmachten zu unterbinden, z. B. durch eine Legitimationsprüfung des Bevollmächtigten gemäß § 154 AG und Übermittlung seines Namens an die Behörden im Rahmen des Kontenabrufverfahrens. Sprechen Sie bitte vorher mit Ihrer Bank. Viele Finanzinstitute haben entsprechende Vordrucke. Sie werden Sie sicher ausführlich dazu beraten. Sie müssen allerdings nicht zwingend diese Vordrucke verwenden. Aufbewahrung der Dokumente Wenn Sie eine oder mehrere Personen als Bevollmächtigte beauftragen, sollten ihnen diese Schriftstücke bekannt sein oder noch besser in Kopie vorliegen. Am besten tragen Sie für den Fall der Fälle eine Notiz bei sich, auf der sich die entsprechenden Informationen befinden (Anzahl der Dokumente, Auf- bewahrungsort und Bevollmächtigte)
Quelle: LIFENEWS Das Gesundheitsmagazin der Shell BKK /LIFE Ausgabe 02/2014 – Seite 13 www.shell-bkklife.de
Info-service - Vorsorgevollmacht